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Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Eigentlich hasse ich Motivationsschreiben. Meistens schreibt man ja doch nur irgend etwas auf, von dem man denkt, es könne dem zukünftigen Chef gefallen. "Es war schon seit geraumer Zeit mein Traum, bei Ihnen die Regale mit Tütensuppen aufzufüllen," glaubt einem sowieso keiner. Ich könnte hier jetzt behaupten, dass es schon immer mein Traum gewesen sei, Cast zu studieren. Aber wir alle wissen, dass es Cast erst seit 2007 gibt und damals hatte ich den (deprimierenden) Gang zum Berufsberater bereits hinter mir.  Erst vor knapp einem Jahr, als ich mich für das Propädeutium bewerben wollte - damals mit dem Ziel Visuelle Kommunikation - habe ich von diesem Studiengang erfahren. Nur dank meiner Freundin Melanie, die beiläufig meinte, dass Cast eigentlich auch noch zu mir passen würde. Recht hatte sie.​​​​​​​

Manchmal erschrecke ich mich selbst.

Ich kam mir ein bisschen blöd vor, als ich am Propädeutikums-Aufnahmegespräch zugeben musste, dass ich mich einen Tag zuvor umentschieden hatte und nun doch auf Cast hinarbeiten wollte. Abgesehen von Fotografie hatte ich vor einem Jahr noch fast keine Erfahrung mit digitalen Medien. Ich hatte zwar bereits den einen oder anderen Pickel wegretuschiert und mit Windows Movie-Maker ein paar äusserst unbeeindruckende Stop-Motion-Filmchen fabriziert, aber abgesehen davon war die digitale Kunst komplettes Neuland für mich. Umso grösser war natürlich meine Aufregung, als ich im letzten August tatsächlich ins Propädeutikum aufgenommen wurde und mein erstes Modul "Digitale Medien - Animation" hiess.
Ein bisschen wie Gott fühlte ich mich, als ich die Striche auf dem Bildschirm dazu zwang, meinem Willen zu gehorchen. (Zumindest wenn Gott vorher auch fragen musste, wo denn bei Mac die rechte Maustaste sei. Oder wo man Macs herunterfährt.) Bis vor sechs Monaten hätte ich auch nie gedacht, dass ich einmal einen kurzen Animationsfilm, ein Game oder Produktfotos für einen Designer machen würde. Aber ich hatte es in meinen kühnsten Träumen gehofft, seit ich ein 14-jähriges Manga-Mädchen war.​​​​​​​

Ich bin nur zu spät, weil ich auf die anderen warten musste.

Dass ich ein Märchenfan bin, wird vermutlich jedem klar, der nur einen kurzen Blick auf mein Portfolio wirft. Das Geschichtenerzählen ist auch eine meiner Lieblingstätigkeiten als Kindergärtnerin. Ich liebe es, wenn ich eine Geschichte so spannend erzählen kann, dass die Kinder komplett darin eintauchen. Und Kinder sind ein sehr dankbares Publikum. Sobald man noch ein, zwei Plüschtiere und einige Requisiten dazu nimmt, wird das Erzählte für sie wahr. Die Stelle als Kindergärtnerin erhielt ich damals (20, unausgebildet) durch Zufall und obwohl ich eigentlich nie Lehrerin werden wollte. Das Geschichten Erzählen war einer der Hauptgründe, weshalb ich vor vier Jahren dann doch an die Pädagogische Hochschule ging.
Natürlich hätte ich damals schon lieber "etwas mit Kunst" studiert, aber da ich die Erste in meiner Familie bin, die überhaupt studiert hat, stiess die Idee nicht gerade auf Begeisterung. Aber was bist du dann nachher? Also was für einen Job kannst du da machen? Findest du denn so Arbeit? Braucht es überhaupt Leute, die so etwas machen? waren Fragen, auf die ich meist keine oder keine befriedigende Antwort geben konnte. Ich hatte nicht genügend Selbstbewusstsein und glaubte damals auch nicht wirklich, dass ich als Künstler jemals erfolgreich sein würde. Der Lehrermangel war gross, die PH eine sichere Wahl.
Leider ist der sicherste Weg meist auch der langweiligste. Mein Highlight war das Austauschsemester in Nizza. Zum ersten Mal ganz auf mich gestellt zu sein, mich auf Französisch durch zu schlagen und so viele spannende, neue Leute kennen zu lernen, war wahnsinnig aufregend. Ich war ziemlich stolz darauf, das alles gemeistert zu haben. Das klingt jetzt sehr standardmässig, aber der Austausch hat meinen Horizont wirklich erweitert. Besonders meinem Selbstbewusstsein hat das gut getan. In Nizza habe ich über das Bloggen meine Freude am Schreiben entdeckt. Statt an meiner stinklangweiligen Bachelorarbeit zu sitzen, sass ich lieber mit dem Laptop am Strand und berichtete über die merkwürdigen Franzosen, meinen gemeinen Vermieter und das Leben an der Cote d'Azure. Meine Spezialität ist das humorvolle Motzen über Alltagsprobleme in einem fremden Land. Wenn ich andere mit der Geschichte meines Scheiterns unterhalten kann, ist es für mich selber auch nicht mehr so schlimm. Mit Humor lebt es sich einfacher. Und online geteiltes Leid war in diesem Fall tatsächlich nur noch halbes Leid.​​​​​​​

She really loves polka dots. - Punkte gehen immer.

Zurück an der Hochschule in Bern wusste ich, gab ich meine erste Bachelorarbeit auf. Die Arbeit war weder eigenständig, noch kreativ, noch steckte das kleinste Fünkchen Leidenschaft darin. Aber sie wäre einfach umzusetzen gewesen.  Sie war also ziemlich repräsentativ für meine Studienzeit. Stattdessen fing ich eine gestalterische Bachelorarbeit mit Kurzgeschichten aus dem Kindergartenalltag an, für die ich alles selbst recherchierte und erarbeitete.
Da sich deshalb mein Studienabschluss um ein halbes Jahr verzögerte, bewarb ich mich für eine Stelle als Sprachassistenz in Paris. Und bekam sie.
So inspiriert wie in Paris war ich noch nie zuvor gewesen. Vielleicht lag es an meinem Umfeld, vielleicht an der Stadt selbst. Ich lebte tatsächlich in Paris. Ich malte, ich fotografierte und ich begann wieder zu schreiben. Ich färbte meine Haare rosa und ich traute mich zum ersten Mal in meinem Leben, in einer vollen Bar Karaoke zu singen. Ich war mehr ich, als ich es jemals zuvor gewesen bin. Und es war toll.
An Insta-Meets lernte ich plötzlich viele Menschen kennen, die in kreativen Berufen arbeiteten. Es gab sie also doch, die Künstler, die nicht von den Almosen ihrer Eltern lebten. Und ich wollte das auch. Und zum ersten Mal in meinem Leben wusste ich, dass ich das auch kann.
Und so meldete ich mich für das Propädeutikum an. In diesem halben Jahr habe ich wahnsinnig viel gelernt. Ich war noch nie so motiviert, aber auch so gefordert gewesen. Und das tollste war, dass ich von Menschen umgeben war, denen es genauso ging. Für mich ist nichts  inspirierender, als der Austausch mit anderen kreativen Köpfen. Deshalb ist Cast das perfekte Studium für mich. Ich arbeite gerne in Teams, weil einem das Feedback hilft, über die eigene Grenze hinaus zu sehen. Das ist für mich auch der Vorteil von Social-Media: man bekommt sofort ein Feedback und kann sich weiterentwickeln. Noch mehr reizt mich an Cast die Vielfalt: ich will fotografieren und filmen und animieren und Ton aufnehmen lernen. Am Liebsten würde ich heute schon die gesamte Adobe Creative Suite beherrschen können. Ein Bisschen kann ich schon, den Rest könnt ihr mir beibringen. Ich bringe eine ungeheure Motivation, eine gesunde Portion Ehrgeiz, eine Flasche Teamspirit und eine Prise Humor mit.  ​​​​​​​

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens II.

Hier noch ein Paar Gründe, warum ihr mich unbedingt in eurem Team braucht:
x Falls jemand mal ein Problem mit Windows hat, kann ich helfen, denn bei mir zu Hause hat nicht nur das Haus Windows.
x Ich habe einen Bachelor in Pre-Primary und Primaryteaching: ich kenne tolle Spiele zum Kennenlernen und zur Stärkung der Gruppe. Und die kann man auch alle als Trinkspiele benutzen.
x Ich habe immer ganz viele Ideen. Ob sie nun gut, schlecht, realistisch ode unnötig sind, möchte ich mir jetzt nicht anmassen zu beurteilen.
x Meine Maturarbeit war ein Buch mit selbst entwickelten Muffin-Rezepten.
x Ich spreche fliessend Deutsch, Englisch und  Französisch, kann auf Italienisch eine Pizza bestellen und ein Bisschen Thurgauisch, um andere Menschen zu vertreiben.
x Ich toleriere viel, ausser Laktose. Deshalb esse ich auch niemandem die Schoggi weg.
x Ich bin gross und habe bunte Haare: Wenn wir in einer Menschenmasse unterwegs sind, bin ich eine Art mobiler Treffpunkt für die Gruppe. (erprobt, funktioniert)

Verrückt nach Cast.

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